Vernetzte Spielfiguren

Führungskräfte als (De-)Motivator – mit überzeugenden Steuermännern in die Zukunft

Sie haben die neue Führungskraft für den gesuchten Bereich gerade gefunden oder bei Ihnen bestehen seit Langem gut laufende Abteilungen mit gewachsenen Strukturen? Dann ist ja alles in Ordnung, könnte man jetzt sagen. Ist es auch – zumindest dann, wenn Sie die richtigen Führungskräfte an Bord (geholt) haben.

Führungskräften kommen in Zeiten von Fachkräftemangel und den Ansprüchen der Generation X und Y absolute Schüsselfunktionen zu, an denen die Zielerreichung des Unternehmens und teilweise sogar die Arbeitsfähigkeit ganzer Abteilungen hängt. „Mitarbeiter verlassen keine Unternehmen, sondern Chefs“, titelte in diesem Zusammenhang Anfang des Jahres das Magazin 3tn digital pioneers und bezog sich dabei auf Ergebnisse der renommierten Gallup-Studie.

Verkehrsschild Motivaton

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Im Gesundheitswesen stellen wir immer noch fest, dass in Pflege, Klinikverwaltung, bei Krankenkassen und vor allem bei Ärzten Führungskräfte anhand falscher Annahmen ausgewählt werden: Der renommierteste Chirurg, die beste Krankenschwester oder der fachlich versierteste Kundenberater sind noch lange keine überzeugenden Chefärzte, Pflegedienstleitungen oder Teamleiter. Überhaupt kommt es im Management (und das fast egal in welchem Bereich) nicht unbedingt darauf an, jedes Thema bis ins Detail operativ selbst umsetzen zu können. Vielmehr müssen erfolgreiche Führungskräfte mit den zugeordneten Mitarbeitern zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen, indem Sie ihnen Struktur, Orientierung und Sinn vermitteln in dem, was „von oben“ herangetragen wird. Sie müssen Schnittstellen erkennen, andere Unternehmensbereiche mit einbinden und bei Mitarbeitern den Blick für die Metaebene öffnen.

Das Verhältnis zwischen Fachlichkeit und Führungskompetenz ist dabei von Position zu Position und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Führungskräfteauswahl bedarf also immer einer sehr individuellen und strategischen Planung. Und das Andocken neuer Führungskräfte, das Onboarding, sollte in dem Zusammenhang immer mit der Vermittlung eines bestehenden Führungsleitbildes einhergehen, an dem sich neue Führungskräfte orientieren können. Nur so lässt sich Führungsqualität und damit Mitarbeiterbindung und Zielerreichung letztlich sicherstellen.

Christina Krey, SOLUTE Senior Projektleiterin Executive Search und Führungskräfte-Coach

 

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