Dos and Don‘ts: 8 Tipps für Krankenhäuser auf Social Media

Was bei Influencern so einfach aussieht, ist in der Realität mit viel Aufwand verbunden: Das Produzieren von Inhalten für Social Media mag gut durchdacht sein. Wie können Kliniken ihren Online-Auftritt verbessern, um Follower für Beiträge rund um Krankenhaus und Klinikalltag zu begeistern? Franziska Funk, Assistentin  für Marketing & PR bei SOLUTE, beobachtet täglich die Beiträge der großen deutschen Kliniken auf Instagram, Facebook und Co und hat hilfreiche Tipps zusammengestellt, die die Social-Media-Kanäle Ihrer Klinik bereichern.

 

1. Do: Zeigen Sie, wer Sie sind! Die Gesichter der Klinik

Die persönliche Ebene spielt auf sozialen Medien eine zentrale Rolle. Nutzer möchten wissen, wer hinter dem Profil steckt. Unter den verschiedenen Beiträgen kommen Fotos von Personen rund um Ihr Krankenhaus besonders gut an.

 

2. Do: Persönliche Details schaffen Sympathie!

Gesichter zeigen und Mitarbeiter vorstellen kommt gut an. Wenn dann im Postingtext nicht nur die aktuelle Position und die Arbeitsschwerpunkteder abgebildeten Person zu finden sind, sondern Punkte genannt werden, die auf Sympathien abzielen, ist Ihr Beitrag auf dem besten Weg. Nennenswert sind Fakten, die eine Gemeinsamkeit zwischen der Person und dem Follower herstellen oder in besonderer Form unterhalten. Hier einige Ideen, die einer Mitarbeitervorstellung hinzugefügt werden könnten: das liebste Hobby; das liebste Gericht in der Kantine; eine Sache, ohne die diese Person nie das Haus verlässt; der Berufswunsch als Kind oder das liebste Urlaubsziel. Sie brauchen nicht direkt aus dem Nähkästchen zu plaudern, sondern nur durch charmante Details die Distanz zu Ihren Followern verringern.

 

3. Do: Zeigen Sie Ihr Daily Business

MitarbeiterInnen wie PatientInnen freuen sich über die Eröffnung neuer Stationen oder die Anschaffung neuester Technologien. In den wenigsten Kliniken gehören dererlei Events jedoch zum Tagesgeschäft. Der Krankenhausalltag ist spannend und hat viele Facetten, die ein Großteil der PatientInnen und der Follower möglicherweise nicht kennen – lassen Sie Ihre Abonnenten Anteil am täglichen Arbeitsalltag haben. Je persönlicher, desto besser. Soweit es der stressige Ablauf und die Diskretion erlauben, gewähren Sie Einblicke in die verschiedenen Aufgabenbereiche. Beiträge wie „A Day In The Life of…“ („Ein Tag im Leben eines/r…“ Krankenpflegers, Stationsleiters, Hebamme,…) stoßen auf hohes Interesse.

 

4. Do: Babys gehen immer!

Warum sollte man es sich kompliziert machen? Babys gehen immer! Die Kleinen sind einfach süß und sorgen für ein Lächeln beim Scrollen durch den Feed. Dafür drücken Social-MediaNutzer gerne auf den Like-Button.

 

5. Do: Bildung für alle – die eigene Reichweite sinnvoll nutzen

Nutzen Sie Ihren Kanal, um wichtige Informationen zu verbreiten, komplexe Themen zu erklären oder medizinisches Wissen für Ihre Follower aufzubereiten. Ihre Reichweite bietet Ihnen eine große Chance, um auf sozialen Medien einen Mehrwert zu schaffen, zu bilden und wissenswerte Informationen weiterzugeben. Neben vielen oberflächlichen Inhalten auf Social Media sind aufklärende Beiträge von hohem Wert.

 

6. Don’t: Weniger ist mehr! Serien sind gut – aber bitte in Maßen

Wenn Sie einen Serienbeitrag planen ist es ratsam, die Anzahl der Beiträge zu begrenzen. Es ist sicher schön für die Angestellten, wenn ein Obstkorb befüllt und herumgereicht wird von Station zu Station, aber nach der fünften Station und dem fünften Bild, das ähnlich aussieht und einen fast identischen Text hat, langweilt sich der Nutzer. Werten Sie derartige Beiträge auf, indem Sie unterschiedliche Formate wählen (Foto, Video, Video in Zeitraffer oder als Boomerang).

 

7. Don’t: Informations-Overload in der Story

Wissenswerte Informationen sind gut, zielgruppenorientiert aufbereitet sind sie noch besser: Sicher folgt Ihnen nicht nur medizinisches Personal, sondern auch zahlreiche (ehemalige) PatientInnen. Wissen in kleinen Portionen ist gut verdaulich, zwanzig textlastige Stories machen jedoch wenig Hunger auf mehr. Teilen Sie Ihre Inhalte ein und geben Sie Ihren Followern mehrmals kleine Häppchen.

 

8. Don’t: Ellenlange Postingtexte

Sie haben viel zu sagen? Die Bildbeschreibung ist bei langen Texten nicht der richtige Ort. Viele Nutzer sind abgeschreckt von langen Texten und machen sich gar nicht erst die Mühe alles zu lesen. Planen Sie stattdessen mehrere kürzere Beiträge. Oder wie wär’s mit einem Video? Erzählen Sie, was Ihnen wichtig ist und schreiben Sie nur die wesentlichen Kernaussagen in den Postingtext. So schaffen Sie auch gleich eine persönlichere Komponente.

 

 

Franziska Funk, Assistentin Marketing & PR

 

Beitragsbild (in modifizierter Form): Shutterstock by fotoliza