Auto auf Landkarte, Lupe Koffer Job

Der Roadtrip zur Besetzung – warum die Arbeit als Researcher nie langweilig wird

Stellen wir uns vor: Ein Research-Team startet ein neues Projekt. Die zu besetzende Position und der Arbeitsort sind bekannt. Der Projektbeginn ist einfach, im Prinzip wie beim Start einer Reise: der Tank des Autos ist voll, die Reiseroute existiert bereits und es kann losgehen. Die Laune ist gut, die Autobahn ist frei, die Fahrt verläuft ohne weitere Komplikationen und nach kurzer Zeit befindet man sich bereits am Ziel.
Übertragen auf die Tätigkeit im Research ist dieser vorab genannte Prozess mit einem Projekt zu vergleichen, das einfach wie am Schnürchen verläuft: Alles bewegt sich im Zeitplan, die zu besetzende Position ist attraktiv und kundenseitig ist der erste vorgeschlagene Kandidat (m/w/d)  ein Volltreffer.  Wenn es doch nur immer so einfach wäre…  Sicher, das wäre toll! Horcht ein Researcher jedoch tief in sich hinein, wäre es dennoch auch etwas unbefriedigend. Das wäre vergleichbar mit einem alljährlichen, immer gleichbleibenden Familienurlaub, an ein und demselben Ort, mit dem jedes Mal gleichen An- und Abfahrtsweg. Auf Dauer könnte sich eine gewisse Langeweile und Unerfülltheit bemerkt machen.

Projekte sind in ihrem Verlauf meist sehr unterschiedlich und stellenweise von unerwarteten Hindernissen geprägt. Deshalb empfiehlt es sich aus Research-Sicht, eine Projektbearbeitung eher als spannenden, voller Überraschungen steckenden Roadtrip zu verstehen – so bleiben Motivation und Neugierde erhalten. Das Ziel ist bekannt, der Weg dorthin jedoch neu und aufregend. Die Motivation ergibt sich durch den Willen, Herausforderungen zu meistern. Manchmal wird man durch einen Sturm zurückgeworfen oder muss einen anderen Weg einschlagen, da die ursprünglich geplante Route durch einen langen Stau oder einen unerwarteten Unfall versperrt ist. Dies sind Hürden, die während des Projekts auftreten, doch im Prinzip geht es genau darum: Unerwartetes zu meistern, neue Wege und Möglichkeiten zu finden und das Ziel – die Besetzung der Position – zu erreichen. Genau dieses Auf und Ab macht den Research letztlich spannend und abwechslungsreich!
Außerdem ist es während des Roadtrips wichtig, immer neugierig und frisch zu bleiben, denn man hat es ständig mit neuen Wegen und unbekanntem Terrain zu tun. Das erfordert Flexibilität und die Bereitschaft, sich manchmal auch umorientieren zu müssen. Dementsprechend gilt es auch während der Projektbearbeitung, vor allem bei längerer Laufzeit, neugierig zu bleiben und ständig auf der Suche nach neuen Kanälen, Tricks und Kniffen zu sein, um den potenziell idealen Kandidaten zu finden und zu begeistern.

Nun hat man während des Roadtrips nicht aufgegeben, Hürden wurden genommen und durch Neugierde der ein oder andere vorab unbekannte Weg erschlossen und da, endlich, man befindet sich auf der Zielgeraden und schließlich ist die Position besetzt. Die Motivation ließ das Ziel vor Augen nicht verschwinden, die Neugierde half alternative Wege zu finden und auch mit unbekannten oder anfänglich als unüberwindbar geglaubten Hindernissen umzugehen, hat dazu beigetragen, letztendlich zum Ziel zu kommen.
Als Researcher braucht es die Motivation als Antriebsmotor und die Neugierde als inneren Kompass. Wenn man sich diese beiden Eigenschaften während des Projektverlaufes beibehält, dann führt jedes Projekt zum Ziel.

 

Jannis Mohrmann, Junior Research Consultant

 

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