Arbeitssitzung im Krankenhaus am offenen Herzen

Führung ist Beziehungsarbeit – Krankenhaus am offenen Herzen geht in Runde 2

Krankenhaustrainerin Dr. Hailer mimt eine Pressevertreterin

Dr. Hailer mimt eine Pressevertreterin

Vom 7. bis 9. Februar versammelten sich wieder Spezialisten und Führungskräfte der Krankenhauswelt, um im dreitägigen Simulations-Spiel im imaginären „Krankenhaus am offenen Herzen“ ihre Führungsfähigkeiten zu trainieren und zu perfektionieren. Die Arbeit wurde begleitet von teils kräftigen Widerständen aus der von den Teilnehmern gespielten Kollegenrunde und typischen Störungen, die im Berufs- und Führungskräfte-Alltag gang und gäbe sind.

Die realitätsnahe Führungssimulation, die in diesem Rahmen zum zweiten Mal von der Berliner Personal- und Führungskräfteberatung SOLUTE ausgerichtet und von den langjährig erfahrenen Krankenhaustrainerinnen Dr. Bettina Hailer und Anna Maria Eisenschink (Cormens GmbH München) durchgeführt wurde, begeisterte die bundesweit angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in der zweiten Runde. Chefärzte und Pflegedienstleiter, Geschäftsführer, Unternehmenscontroller und Referenten der Geschäftsleitung schlüpften in die Rollen und Perspektiven der Mitarbeiter und Führungskräfte des imaginären 500-Betten-Hauses „Krankenhaus am offenen Herzen“. In 4 Simulationsrunden wurden sie zu Finanzleitern, Pflegedirektoren und Chefärzten, die es mit überforderten Hygienefachkräften, renitenten Oberärzten oder am eigenen Stuhl sägenden Verwaltungsleitern zu tun hatten. Gearbeitet wurde an Themen wie Auslastung der OP-Säle, gesunkenen Belegungszahlen oder am Abbau von Überstunden der Pflege, angereichert um Stressmomente wie einem Virusausbruch oder einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Feedbackrunde: Dr. Hailer und Eisenschink lassen die Simulation Revue passieren

Feedbackrunde mit den Krankenhaustrainerinnen

Durch das eigene Erleben der Führungs- bzw. Mitarbeiterrollen in den
Simulationsrunden wurde vor allem immer wieder klar, dass zuallererst die
Beziehungsebene geklärt sein will, bevor man sachlich gut zusammenarbeiten kann – unabhängig von Situation, Hierarchielevel oder Standing im Unternehmen. Und
einig waren sich am Ende der zweieinhalb Tage alle: Gut, wenn man haarige Führungssituationen und schwierige Fälle im Krankenhausgeschäft schon einmal in einer realitätsnahen Simulation durchgespielt und offenes Feedback zum eigenen Führungsverhalten aus verschiedenen Perspektiven und vor allem in einem geschützten Raum erhalten hat.

Christina Krey, Senior-Projektleiterin und Führungskräfte-Coach